Buchempfehlung: Vogelfrei um die Welt – Vom Suchen und Finden

Vogelfrei auf der ganzen Welt! Wer nicht nur auf die schönsten Flecken dieser Erde, sondern auch tief in die Seele der Autorin schauen möchte, findet hier, was er sucht.

Man sagt, dass Reisen einen an die eigenen Grenzen bringt. Und genau das beweist Marion Vogel in ihrem Buch immer wieder auf wirklich anschauliche Weise. Ob beim Tauchen in Ägypten oder beim Relaxen in Thailand. Es erfordert neben einer gehörigen Portion Abenteuerlust vor allem Mut, um sich nur mit dem Nötigsten aufzumachen, um neue Kulturen, Städte und auch sich selbst kennen zulernen.

Vogelfrei – eine sympathische Wortsymbiose aus dem Nachnamen der Autorin und dem Wunsch nach Freiheit – nimmt uns Marion Vogel mit auf ihren Weg vom jungen, verunsicherten Mädchen zur gefestigten und gereiften Frau.

Vogelfrei auf allen Kontinenten

Die Reise der Autorin beginnt in Ägypten. Jenem Land am Roten Meer, in das sie sich auf den ersten Blick unsterblich verliebt. Als blondes Mädchen, allein in einem arabischen Land – das ist gewagt, macht aber eine Menge mit dem Selbstbewusstsein und prägt fürs Leben.

Das behütete Leben als Versicherungskauffrau tauscht sie ein gegen Abenteuer und Freiheit.

Aber es bleibt nicht bei dem Land der Pyramiden. Marion Vogel nimmt uns mit auf ihrem atemberaubenden Weg quer über die Kontinente. Es folgend Australien, Südostasien, USA, Indien, Afrika, die Kapverden und Spanien.

Ein Land schöner und spannender, als das andere.

So schön, wie die Reiseziele auch sind, natürlich ist nicht immer alles Gold, was glänzt. Depressive Phasen, Krankenhausaufenthalte und ein kaputter Fuß gehören zu den Erlebnissen, über die Marion Vogel berichtet in ihrem Buch.

Learnings fürs Leben

Die meisten von uns wissen, dass kaum etwas so sehr bildet, wie Reisen. Ob man nun wirklich vogelfrei unterwegs ist oder nur einen Pauschalurlaub macht. Oder um es mit den Worten von Alexander Freiherr von Humboldt zu sagen:

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angesehen haben.“

Und auch die Autorin hat auf ihren Reisen unheimlich viel gelernt. Und am Ende der Kapitel und manchmal auch mittendrin, lässt sie den Leser teilhaben an ihren Lernprozessen.

So schreibt sie zum Beispiel über Ihre Zeit in Ägypten: „Wenn ich auf mein Herz und Bauchgefühl höre, bin ich auf dem richtigen Weg.“ Oder nach ihrem Australien-Trip: „Ich versuche, jeden Tag zu genießen und im Hier und Jetzt zu leben. Meine Gedanken nicht in der Vergangenheit verharren zu lassen oder über die Zukunft nachzugrübeln, sondern im Jetzt, in der Gegenwart zu bleiben.“

Ganz besonders schön und passenden finden ich diesen Lernprozess: „Wenn ich dem Universum eine Frage stelle, erhalte ich die Antwort, wenn ich loslasse und die Zeit dafür reif ist.“

Fazit

Wieder einmal mehr zeigt mir die Geschichte von Marion Vogel, dass jeder beinahe alles erreichen kann, was er will. Zumindest ist es das gottgegebene Recht eines jeden Menschen, das zu tun, woran sein Herz hängt. Marion Vogel war Versicherungsangestellte und hat schnell festgestellt, dass dieses Leben nichts mit ihren Träumen und Zielen zu tun hat. Sie ist ihrem Herzen gefolgt und hat sich für die Fotografie entschieden. Und die tollen Aufnahmen im Buch belegen, dass das die absolut richtige Entscheidung war. Jetzt ist sie vogelfrei.

Diese gelungene Mischung aus Reise- und Erfahrungsbericht macht das Buch zu einer sehr kurzweiligen Lektüre, die ich nur empfehlen kann. Während des Lesens habe ich so manches Mal gedacht: „Hey Mädchen, lass dich doch mal fallen und geh‘ alles etwas ruhiger an.“ Aber das ist wahrscheinlich das Naturell von Marion.

Vogelfrei – von einer die sucht und sich gefunden hat!

 

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