Rock your idea – von Martin Geadt | Buchempfehlung!

Rock your idea – Mehr als nur ein Geistesblitz

Rock your idea – „Mit Ideen fängt alles an.“ So lautet der erste Satz im Buch. Und wenn man genau darüber nachdenkt, klingt das einfach logisch. Alles, wirklich alles, ist irgendeiner Idee entsprungen. Das Auto, das Telefon, der Computer. Ja, sogar die Zehensocken, der Einpackdaumen (jetzt google mal schön…) und die Kirchensteuer sind einer Idee entsprungen. Ideen rocken vom Feinsten.

Martin Gaedt entzaubert den Mythos, dass gute Ideen nur aus einem Geistesblitz heraus entstehen können. Zum Glück. Vielmehr entstehen gute Ideen aus einer gut trainierten „Ideenfitness“.  Aber dazu später mehr.

Fragen als Schlüssel zur innovativen Idee

Was benötigt man, um seine Ideen rocken zu können? Fragen sind das „A“ und „O“. Und das meine ich nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch wortwörtlich. Grob gesagt steht das „A“ dabei für „analytisch“ und „O“ für „offen“. Keines von beiden gibt es ohne den anderen. Offenheit „O“ gepaart mit Klarheit „A“. Ausufernde Spinnerei (O) geht einher mit glasklarer Kritik (A).

Das Zusammenspiel von A und O begleitet den Leser das ganze Buch hindurch. Dieses Ideen-Rocken im Wechsel von A und O ist der Kern des vom Autor mitentwickelten Ideen6-Parcours.

Martin Gaedt ruft dazu auf, an jeder Ampel 44 Fragen zu stellen. Fragen über Systeme, Produkte, Dienstleistungen, Menschen und allem, was uns einfällt. Dasselbe sollen wir im Bus tun. Und im Zug, im Wartezimmer und an der Kasse.

Dadurch kommen – je nach Lebenslage – innerhalb von sieben Jahren mal schnell  eine Millionen Fragen zusammen. Damit kann man schon mal Ideen rocken.

Der Ideen6-Parcours – Der Rhythmus, der unsere Ideen rockt

Der Rhythmus, der unsere Ideen rockt, besteht laut „Rock your idea“ aus sechs Phasen:

  1. Rahmen
  2. Zutaten
  3. Mixen
  4. Diamanten
  5. Schliff
  6. Mehrwert

Das interessante dabei ist, dass jede Phase sowohl A-Anteile, als auch O-Anteile besitzt, die sich gegenseitig befruchten. Konkrete und zielgerichtete Anteile (A) ebenso wie weite und visionäre Anteile (O).

Trotz dieser sechs Phasen gibt es kein Patentrezept für Innovationen und gute Ideen. Keine Checkliste, die man Punkt für Punkt durcharbeiten und danach abhaken kann. Aber eben auch keine „Augen-zu-und-durch-Kamikaze-Aktion“. Mit einem ausgewogenen Mix aus beidem gelangt man zum beschwingten Ideen rocken.

Alle sechs Phasen im Ideen6-Parcours werden anschaulich erläutert und vor allem auch mit Beispielen unterlegt.

Provotainer und Ideenrocker

Martin Gaedt bezeichnet sich gerne auch als Provotainer und stellt unbequeme Fragen wie zum Beispiel: „Heisst >>Das geht nicht<< eigentlich: Der Status quo ist für mich am besten, rührt ihn nicht an!“

Ich mag es, wenn einer Autor weiß, wovon er spricht. Du magst jetzt vielleicht denken: „Das sollte doch selbstverständlich sein!“. Ist es aber leider nicht immer.

Martin Gaedt ist ein Mann aus der Praxis. Er hat selbst viele Startups mit aus der Taufe gehoben und vor allem auch das ein oder andere Geschäft versemmelt und ist auch schon in die Insolvenz gegangen. Heute ist er erfolgreicher Unternehmer Autor und Redner.

Er zeigt prägnant, dass Erfolg und Misserfolg oft ganz dicht beieinander liegen und selbst die innovativste Idee kein Erfolgsgarant ist. Was passiert, wenn sich die gesetzlichen Rahmenbedingen ändern? Was, wenn der Markt sich plötzlich dreht? Auf viele Gegebenheiten haben wir einfach keinen Einfluss. Und das ist gut so. Denn das hält den Spannungsbogen aufrecht und sorgt dafür, dass Menschen wie Martin Gaedt und mit ihm zahlreiche andere täglich an ihrer Ideenfitness arbeiten.

Martin Geadt ist Ideen-Gärtner, Gründer, Unternehmer, Autor, Macher und Menschen-Freund. Er stiftet an und sät Ideen.

Der Autor provoziert Spinner, weil sie ohne Analytiker nie bis zur Umsetzung kommen. Und er provoziert Besserwisser und Verwalter, weil sie ohne Chaoten und Spinner niemals innovativ sein werden. Experten liest er die Leviten, weil das Expertentum rückwärtsgewandt ist und immer nur zurück schaut.

Lachen wir lauthals über „Geht nicht“  – die unsinnigste Aussage

Sprüche wie diese sind es, die mir das Lesen noch mal so richtig versüßt und den sowieso schon spannenden Inhalt nochmal verfeinert haben. So wie das Salz in der Suppe oder der berühmte „Arsch auf Eimer“. Das macht Ideen rocken noch interessanter.

Sprüche, Zitate oder andere Aussagen übernehme ich nie ungefiltert. Immer, wirklich immer mache ich mir ein Bild davon, was hinter solchen Aussagen steckt. Und das Buch hält einige Aussagen zum Nachdenken parat:

„Früher war alles besser. Kennen Sie den Spruch? Wann war alles besser?“ Ja genau, wann war es denn besser? Im Krieg? Im Mittelalter? In den sechziger Jahren, wo für Frauen die Maxime „Kindererziehung und Haushalt“ galt? Oder in den achtziger Jahren mit Tschernobyl?

„Aus einer Eichel kann eine tausendjährige Eiche wachsen. Aber nicht aus jeder.“ Da kommt man schon mal ins Grübeln, gell?! Aber genauso ist es. Projiziere das mal auf deine Ideen!

Was ist Ideenfitness?

Wie oben besprochen, komme ich noch einmal zurück zur Ideenfitness. Den Spruch „Ideen hat man oder hat man nicht“ solltest du sofort vergessen. Jeder kann seine Kreativität und seine Ideenfitness trainieren.

Zwar gibt es keine Zauberformel und kein Patentrezept. Der erste Weg zur Idee sind Fragen? Viele Fragen, unkonventionelle Fragen, unbequeme Fragen. 44 Fragen an jeder roten Ampel, in der Bahn und an der Supermarktkasse.

Wer fragt, möchte mehr wissen. Mehr wissen über Menschen, Tiere, Länder, Produkte und Dienstleistungen. Wer Innovationen will, der schafft auch Innovation. Indem er brennt für seine Ideen, sich mit Haut und Haaren einbringt und alle Hebel in Bewegung setzt.

Und wer fragt, der findet auch Antworten. Antworten, die in Taten münden. Ideen die umgesetzt werden.

Das alles ist Ideenfitness.

Rock your idea – Mein Fazit

Dass ich schon während des Lesens begonnen habe, meine eigenen Ideen zu rocken, sagt ja wohl schon alles. Ich habe mir ein neues Projektbuch gekauft und habe daraus ein „Ideenjournal“ gemacht, in dem ich alle meine Ideen festhalte.

Jede Wartezeit nutze ich aktiv, um mir Fragen zu stellen. Viele Fragen.

Rock your idea (Hier geht´s zum Buch!) ist locker geschrieben, enthält viele persönliche Elemente und erläutert anschaulich den Prozess, um seine Ideen zu rocken.

Da Buch ist reich an Ideen (alles andere wäre auch irgendwie komisch…:-)), appelliert an den kreativen Spinner in uns ohne den analytischen Denker außen vor zu lassen.

Lass dich ein auf eine Welt voll Kritik, Widerspruch und Neugier in Kombination mit Humor, Überraschung und Risiko.

Ideen rocken! Jetzt!

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