Selbstcoaching? Ich coach mich selbst – macht ja sonst keiner! – Teil 1

Selbstcoaching? Ich coach mich selbst – macht ja sonst keiner!

Ok, ich gebe es ja zu, der Titel ist schon seeeeehr angelehnt an das Buch Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner.

Aber das soll er ja auch. Denn ich möchte heute mein Coaching-Experiment starten und dich daran teilhaben lassen. Ich coach mich selbst.

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich mir jeden der 101 Tipps zur Verwirklichung meiner beruflichen und privaten Ziele vornehmen. Und zwar in genau derselben Reihenfolge, wie sie im Buch stehen und auch von der Autorin empfohlen werden.

Einmal im Monat werde ich einen Artikel über meine Fortschritte, meine Rückschläge und den ganzen Selbstoaching-Prozess veröffentlichen. Sei gespannt!

Was ist überhaupt Coaching?

Hui, hier wird’s kompliziert. Da ich selbst als Coach tätig war und immer noch in einem Unternehmen arbeite, dessen Hauptgeschäft das Coaching ist, bin ich schon etwas vorbelastet. Oft wird Coaching im Zusammenhang mit Psychotherapie und Beratung genannt.

Und das ist genauso falsch, wie es richtig ist. Einige Fachleute grenzen Coaching und Psychotherapie ganz klar voneinander ab und machen das an harten Kriterien fest. Andere wiederum sind der Meinung, dass sich nur der Fachtermini unterscheidet, also zum Beispiel Coachee statt Klient oder Coach statt Therapeut, ansonsten jedoch Coaching und Psychotherapie ein und dasselbe sind. Ich bin nicht dieser Meinung. Für mich sind das zwei verschiedene Paar Schuhe.

Ebenso sehe ich auch die klassische Beratung und das Coaching strikt getrennt. Als Unternehmer lasse ich mich beispielsweise in steuerlichen und rechtlichen Angelegenheiten beraten. Von einem Steuerberater beziehungsweise einen Anwalt. Ich erwarte eine Lösung vom Berater.

Das Coaching selbst sehe ich eher als eine Art Wegbegleitung. Zum Ziel, zum Ergebnis möchte ich allein gelangen. Es soll mich nur jemand – ein Coach – dorthin begleiten und mich gegebenenfalls in eine andere Richtung schicken, falls ich schlingere.

Selbstcoaching – Sein eigener Coach sein, kann das gut gehen?

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht!

Aus der Coaching-Branche kennt man Begriffe wie Einzelcoaching, Gruppencoaching, Teamcoaching oder Projektcoaching. Aber Selbstcoaching? Gibt man den Begriff bei Google ein, bekommt man zwar ordentlich Ergebnisse. Aber ob die wirklich was hergeben, was sie versprechen? Man weiß es nicht.

Fakt ist, dass ich durch meine berufliche Vorbildung und mein ausuferndes Interesse für Persönlichkeitsentwicklung schon einigermaßen gut unterwegs bin in der Selbstentwicklungs-Welt.

Und beim ersten Überfliegen der Kapitel im Buch habe ich schon das ein oder andere Thema wieder erkannt, mitt dem ich mich schon zuvor auseinander gesetzt habe. Obwohl ich mich für einigermaßen „gut aufgestellt“ halte, freue ich mich auf das Experiment.

Viele der Tipps setze ich auch schon um, aber viele eben nicht und andere viel zu halbherzig. Kapitel wie „Verdienen Sie das, was sie verdienen?“ oder „Verzeihen Sie im Voraus“ sind jetzt keine brandneuen Ansätze. Aber diese wirklich konsequent in die Praxis umzusetzen, stelle ich mir schon einigermaßen heavy vor.

Warum coach ich mich selbst?

Seit  eh und je lese ich Bücher über Persönlichkeitsentwicklung, Veränderung, Business, Finanzen und Lifestyle. Ich höre die entsprechenden Podcasts und besuche hin und wieder interessante Seminare zu diesen Themen.

Jedes einzelne Buch, jeder Audio-File, jedes Seminar und jede Vernetzung mit den richtigen Menschen hat mich Stück für Stück weitergebracht. Aber gerade fühle ich mich an einem Punkt, wo ich mir denke: „Mensch Micha, du musst mal wieder etwas mehr Struktur in deine Gedanken, in dein Mindset bringen!“

Und genau dafür halte ich das Buch „Coach dich selbst sonst coacht dich keiner“ für super geeignet.

Viele der 101 Tipps oder Kapitel sind mir nicht neu. Spannend aber finde ich aber, wie die einzelnen Kapitel aufeinander aufbauen. Das bietet mir ganz neue Möglichkeiten, mich noch einmal vollkommen strukturiert vielen wertvollen und wesentlichen Lebens-Lektionen zu widmen.

Schon dem Coaching mit einem Coach stehe ich ja sehr positiv gegenüber. Warum dann nicht einfach mal das Selbstexperiment eingehen und sich selbst coachen?

Und wenn ich merke, mir bringt das Programm etwas, aber ich komme an der einen oder anderen Stelle nicht weiter, kann ich mir immer noch professionelle Unterstützung suchen.

Selbstcoaching – Mein Selbstcoaching-Experiment beginnt

Gestern habe ich begonnen, das Buch zu lesen. Mittlerweile bin ich bis auf Seite 64 vorgedrungen. Ich werde das Buch zunächst einmal komplett durchlesen und dann starte ich Kapitel für Kapitel. Ein Mann, ein Buch! Oder: Ein Buch – ein Coach! Oder so ähnlich…:-)

Los geht es mit Kapitel 1 und dem vielversprechenden Titel „Beseitigen Sie die Unannehmlichkeiten“. Oh nein, ich befürchte, dass hat auch ein bisschen was mit der Aufschieberitis zu tun, über die ich ja auch schon mal geschrieben habe.

Zunächst soll ich eine Liste schreiben, auf die alle Dinge kommen, die mich stören, nerven oder sogar zur Verzweiflung bringen. Aber auch Dinge, die ich schon seit Ewigkeiten vor mir herschiebe. Als Hausnummer nennt die Autorin 60 – 100 Dinge, die auf diese Liste gehören.

Wow, da habe ich einiges an Arbeit vor mir.

Ich halte dich auf dem Laufenden und coach mich jetzt mal ne Runde selbst!

Mache jeden Tag zu einem Museumstag
Stärke Deine Stärken & nehme deine Schwächen an!

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3 comments

  1. Hi Micha,

    das klingt richtig spannend und ich bin gespannt auf deine monatlichen Updates.

    Das am Ende 60 bis 100 Dinge, die einen stören auf der Liste stehen sollen überrascht mich nicht, denn ich denke, dass man, wenn man mal wirklich ehrlich mit sich ist und ins kleinste Detail geht, wirklich viele Störenfriede findet, die man sonst übersieht und als „ist ja nicht so wild“ abtut.

    Viel Spaß und Erfolg wünsche ich dir!

    LG Angela

    • Micha

      Hey Angela,

      nachdem ich mich schon mal an die Liste gemacht habe, kann ich dir da nur zustimmen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Dinge, die wir als selbstverständlich ansehen, uns in Wirklichkeit stören.

      Ich bin selbst schon ganz gespannt auf mein eigenes Experiment. So leicht, wie ich mir das vorgestellt hatte, scheint das gar nicht zu werden. Ich halte dich auf dem Laufenden.

      Vielen Dank für dein Interesse und ganz liebe Grüße

      Micha

      • Hi Micha. Gestern war ich bei Thalia. Und ohne es beabsichtigt zu haben fiel mir „Coach dich selbst sonst coacht dich keiner“ in die Hand. Noch völlig ahnungslos nur mit dem Wissen, irgendwie schon mal von dem Buch gehört zu haben landete es in meinem Besitz.

        Aber mal ehrlich, das Inhaltsverzeichnis klingt auch einfach zu gut!

        Gestern auf denn sofa machte es dann Klick. Denn auch ich muss nun die Liste erstellen Ich muss aber gestehen, dass ich recht schnell zu 62. Punkten kam. Mal sehen was da noch so kommt. Wie viele sind es denn bei dir nun geworden?

        Es war wirklich nicht meine Absicht, aber nun mach ich’s die nach Vielleicht kann man da ja in Austausch bleiben

        LG Angela